Sabine Beyerle & Daniel Sigloch

hinundweg
30.04.22 - 04.06.22

SABINE BEYERLE 

Menschen sind in Sabine Beyerles (*1975 in Leonberg/DE)Arbeiten meist vergebens zu finden: „Ich brauche sie nicht, ich zeichne im Wesentlichen die Spuren ihrer Existenz nach“, sagt die in Berlin lebende Malerin, freie Künstlerin und Bühnenbildnerin selbst. Ein Baumhaus in einem verwilderten Waldstück, ein verlassenes Boot auf dem See, Korbstühlchen auf einer leeren Café-Terrasse, deren Bodenfliesen einen ornamental überwuchernden Bildgrund erzeugen - ihre Motive sind vom neuen Realismus geprägte Natureindrücke und Räume, denen menschliche Bezüge innewohnen, ohne sie direkt zu zeigen. Diese zeitlosen, verlassenen Orte wirken mystisch. Beyerle verstärkt diesen Eindruck durch ihre sensibel akzentuierte Farbigkeit. Sie erweitert ihre von kontrollierter Präzision gekennzeichnete Malweise durch abstrakte Partien und Farbsetzungen: Das sind wie zufällig erscheinende Farbspuren, Partien frei fließend eingesetzter Farbe und lose, spontane Pinselstriche. Auf diese Weise hat sie seit vielen Jahren kontinuierlich ihre individuelle Bildsprache weiterentwickelt. Beyerles Motive sind Orte, die sie auf Reisen in Europa, Afrika oder den USA mit ihrem Fotoapparat gesammelt hat. „Mein Fotoapparat ist mein Notizbuch“, sagt sie.

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DANIEL SIGLOCH

„Digitale Malerei“ nennt der Stuttgarter Künstler Daniel Sigloch (*1970 in Stuttgart/DE) seine Bilder, bei denen er bis zu 300 Aufnahmen, einer lasierenden Malweise vergleichbar, übereinander montiert. Sigloch konstruiert das Bild einer Landschaft oder den Innenraum einer unvollendeten Kirche in Süditalien aus diesen zahlreichen Einzelbildern. So erschafft er neue Bildwelten, die an die Malerei des Barock oder die romantische Landschaftsmalerei des 19. Jh. erinnern. Dabei erzielt er diese höchst malerischen Resultate mit einfachen Fotografien und den Mitteln der zeitgenössischen digitalen Technik. Dass er ursprünglich gelernter Bildhauer ist, verwundert beim genaueren Hinsehen nicht, denn in seinen digitalen Arbeiten nutzt er zentrale Motive des Skulpturalen - Räumlichkeit und Bewegung im Raum, um daraus wiederum zweidimensionale Bilder von enormer Tiefenperspektive zu erzeugen. Er selbst beschreibt seine künstlerische Auseinandersetzung auch als „Suche nach einer übergeordneten Struktur im Empfinden von Natur“. Bei den neueren Arbeiten Siglochs handelt es sich nicht länger um Fotografien realer Landschaft, sondern um computergenerierte digitale Grafiken von Natur, beispielsweise aus Computerspielen. Diese lässt er in seiner am malerischen Bild orientierten Sensibilität zu verklärten Sehnsuchtsorten werden.

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PRESSEINFORMATION

SABINE BEYERLE DANIEL SIGLOCH hinundweg
30. April – 04. Juni 2022

Eröffnung: Freitag, den 29. April 2022, von 19 – 22 h
20 Uhr: Gespräch mit beiden Künstler*innen und Einführung in die Ausstellung

In einer Duo-Ausstellung präsentiert GALERIE ANJA KNOESS neue Werke von Sabine Beyerle und Daniel Sigloch. hinundweg zeigt Gemälde und Fotografien der beiden bereits langjährig von der Galerie vertretenen Künstler*innen. Beide beschäftigen sich in sehr unterschiedlicher künstlerischer Umsetzung mit dem „klassischen“ Sujet der Landschaftsdarstellung. Unberührte Natur, die es faktisch fast nirgends mehr auf unserem Planeten gibt, ist bei Daniel Sigloch fiktionale Landschaft und Sehnsuchtsort der Moderne. Bei Sabine Beyerle werden Natur und Landschaft zu Bildern kleiner Paradiese wilder Natur und von Refugien des „Stadtmenschen“. Die Gemälde und Fotografien vermitteln subtil und dabei eindrucksvoll ein Bild unserer kleineren und größeren Fluchten des Alltags – hinundweg.

Menschen sind in Sabine Beyerles Arbeiten meist vergebens zu finden: „Ich brauche sie nicht, ich zeichne im Wesentlichen die Spuren ihrer Existenz nach“, sagt die in Berlin lebende Malerin, freie Künstlerin und Bühnenbildnerin selbst. Ein Baumhaus in einem verwilderten Waldstück, ein verlassenes Boot auf dem See, Korbstühlchen auf einer leeren Café-Terrasse, deren Bodenfliesen einen ornamental überwuchernden Bildgrund erzeugen - ihre Motive sind vom neuen Realismus geprägte Natureindrücke und Räume, denen menschliche Bezüge innewohnen, ohne sie direkt zu zeigen. Diese zeitlosen, verlassenen Orte wirken mystisch. Beyerle verstärkt diesen Eindruck durch ihre sensibel akzentuierte Farbigkeit. Sie erweitert ihre von kontrollierter Präzision gekennzeichnete Malweise durch abstrakte Partien und Farbsetzungen: Das sind wie zufällig erscheinende Farbspuren, Partien frei fließend eingesetzter Farbe und lose, spontane Pinselstriche. Auf diese Weise hat sie seit vielen Jahren kontinuierlich ihre individuelle Bildsprache weiterentwickelt. Beyerles Motive sind Orte, die sie auf Reisen in Europa, Afrika oder den USA mit ihrem Fotoapparat gesammelt hat. „Mein Fotoapparat ist mein Notizbuch“, sagt sie.

„Digitale Malerei“ nennt der Stuttgarter Künstler Daniel Sigloch seine Bilder, bei denen er bis zu 300 Aufnahmen, einer lasierenden Malweise vergleichbar, übereinander montiert. Sigloch konstruiert das Bild einer Landschaft oder den Innenraum einer unvollendeten Kirche in Süditalien aus diesen zahlreichen Einzelbildern. So erschafft er neue Bildwelten, die an die Malerei des Barock oder die romantische Landschaftsmalerei des 19. Jh. erinnern. Dabei erzielt er diese höchst malerischen Resultate mit einfachen Fotografien und den Mitteln der zeitgenössischen digitalen Technik. Dass er ursprünglich gelernter Bildhauer ist, verwundert beim genaueren Hinsehen nicht, denn in seinen digitalen Arbeiten nutzt er zentrale Motive des Skulpturalen - Räumlichkeit und Bewegung im Raum, um daraus wiederum zweidimensionale Bilder von enormer Tiefenperspektive zu erzeugen. Er selbst beschreibt seine künstlerische Auseinandersetzung auch als „Suche nach einer übergeordneten Struktur im Empfinden von Natur“. Bei den neueren Arbeiten Siglochs handelt es sich nicht länger um Fotografien realer Landschaft, sondern um computergenerierte digitale Grafiken von Natur, beispielsweise aus Computerspielen. Diese lässt er in seiner am malerischen Bild orientierten Sensibilität zu verklärten Sehnsuchtsorten werden.

Seit ihrem Studienabschluss in der Bildenden Kunst und als Meisterschülerin bei Prof. H.-J. Diehl an der Universität der Künste Berlin (UdK), erhielt Sabine Beyerle (*1975 in Leonberg, Deutschland) mehrere Stipendien und nahm an insgesamt fünf Artist in Residence-Programmen in Portugal, Taiwan, den USA und Indonesien teil. 2020 erhielt sie ein Sonderstipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin. 2012 erhielt sie zudem den 1. Preis des 25. Mainzer Kunstpreises Eisenturm und den Hans-Jürgen- Imiela-Gedächtnispreis und wurde 2015 als Selected Artist von der Fondation Colas in Boulogne Bilancourt in Frankreich ausgewählt. Arbeiten von ihr sind in mehreren nationalen wie internationalen Sammlungen vertreten und in zahlreichen Publikationen erwähnt. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Daniel Sigloch (*1970 in Stuttgart) wurde 2010 mit dem VR-Bank Aalen Preis ausgezeichnet und gewann 2009 den Kunst-am-Bau-Wettbewerb der JVA Heilbronn. Er machte zunächst eine Lehre als Steinbildhauer und studierte später Bildhauerei an der Akademie Stuttgart. Dort war er u.a. Schüler bei Dorothea Schulz, Prof. Werner Pokorny und Prof. Micha Ullman. Zusammen mit anderen Künstlerkolleg*innen gründete er die Filderbahnfreundemöhringen (FFM), die gemeinsam mehrere Preise und Stipendien in Baden-Württemberg erhielten sowie das Stipendium der „cité international“ in Paris. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

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