Wegen der Teilnahme an den paper positions. berlin bleibt die Galerie am Mittwoch, den 25.04.18, und am Donnerstag, den 26.04.18, geschlossen. Am Freitag und Samstag haben wir zu den üblichen Zeiten geöffnet.    

 

GALERIE ANJA KNOESS zeigt auf

 

paper positions. berlin

 

26. – 29. april 2018

 

zwei Künstler ihres Programms, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen 

Emotion und Erinnerung beschäftigen:

 

Peer Boehm und Klaus Lomnitzer

 

 

 

Location:

Deutsche Telekom Hauptstadtrepräsentanz

Jägerstrasse 42-44 / Ecke Oberwallstrasse

10117 Berlin

Stand B 06

 

 

Peer Boehms (*1968, Köln) Bildfindungen basieren auf historischen Fotografien aus dem letzten Jahrhundert, häufig aus den 1900er bis 1960er Jahren: Es sind alltägliche Motive ihm unbekannter Personen oder nicht eindeutig zuzuordnender Orte oder Interieurs, die er formal reduziert und abstrahiert. Der über Hell-Dunkel Kontraste erzeugten Fragmentierung der Motive, stellt er malerische Ausführung von Form, Fläche, Bildgrund und Oberfläche gegenüber. 

Die Arbeiten Peer Boehms kennzeichnet eine Bildsprache, die vom Prinzip der Aussparung, also dem, was nicht abgebildet ist, lebt. Damit das Motiv vom Betrachter erkannt und eingeordnet werden kann, muss dieser die Fehlstellen vervollständigen. Es ist die lückenhafte und ungenaue Erinnerung an Erlebtes und Gesehenes, die subjektive Wahrnehmung von Bild und Wirklichkeit sowie Fragen der Bildrezeption, die Peer Boehm interessieren. 

Häufig verwendet der Künstler für seine Papier-Arbeiten zuvor benutzte Materialien wie ausrangierte Kontobücher, benutzte Papiere etc.. Er setzt dann seine Motive so ins Bild, dass ursprüngliche Nutzungsspuren in die Komposition seiner Bildidee integriert bzw. für diese effektvoll genutzt werden. Der Kugelschreiber ist bei Peer Boehm stimmig eingesetztes Zeichenmittel seiner historischen Sujets. Und wenn er Tusche und Acrylfarbe gleichermaßen für den Einsatz auf der Leinwand, wie auf dem Papier verwendet, so ist die Feinheit der Farbmischung und deren unterschiedliche Sättigung auf dem Bildträger ein gekonnt eingesetzter malerischer Effekt, der sich bei der genauen Betrachtung erschließt. 

 

 

Klaus Lomnitzer (*1970, Marburg) erwandert Orte, Gebiete, Landschaften und ist dabei ein äußert feinsinniger Naturbeobachter. Im Atelier erinnert er diese Orte, erfasst deren Stimmung und Atmosphäre indem er sie aus dem Gedächtnis frei skizziert und konzeptionell erfasst. Dabei weisen seine Landschaften wesentliche Aspekte der Romantik auf: Sie werden zum Ausdruck von Innerlichkeit. Das Streben des Künstlers ist, die innere Welt und geistige Prozesse sichtbar zu machen, Erinnerungen und Gedanken abzubilden. 

Seine aquarellierten Landschaften bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Malerei und digitalem Bild, Stillleben und Computergrafik. Dabei sind es ohne technisch digitale Hilfsmittel entstehende klassische Aquarelle. 

Klaus Lomnitzer erarbeitet seine malerischen und räumlichen Fragestellungen indem er sie über zahlreichen Ebenen, Überblendungen, Durchleuchtungen und Lasuren aufbaut. Die Collagen des Künstlers entstehen nach demselben Prinzip der Schichtung, und Überblendung. Aus wiederkehrenden gegenständlich erkennbaren Elementen und abstrakten, sich wiederholenden Mustern erschafft er mäandernde und teils komplex überlagerte Formenkompositionen von vielschichtiger Dichte und subtiler Feinheit. Das einzelne Motiv ist immer Teil des ästhetischen Ganzen und bleibt dennoch entscheidendes Einzelmotiv - das Ganze ist mehr als nur die Summe seiner Teile. 

 


 

 

SABINE BEYERLE

Safar

 

 

VERNISSAGE am Freitag, 9.3.2018 ab 19 Uhr

AUSSTELLUNGSDAUER: 9.3. – 30.5.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb.: „Cymin“, Öl auf Leinwand, 120 x 150 cm, 2018

 

SAFAR - Reise 

 

Die ursprünglich aus Leonberg stammende und seit vielen Jahren in Berlin lebende Malerin Sabine Beyerle reist gern und viel: Und dabei findet sie auf ihren Reisen immer wieder das ungewöhnliche und fremdartige Motiv, das alltägliche Szenario einer anderen Kultur, das sie auf charakteristische Weise ihrem eigenen malerischen Kosmos hinzuzufügen vermag. Das können eine Straßenecke, die Fluchten eines Basars, orientalische Fliesen genauso wie ein Kiosk auf einer Kreuzung oder ein simpler Plastik-Stuhl am Felsenstrand sein.

 

Sabine Beyerle sagt selbst: "Über eine lange Zeit hinweg habe ich mit der Serie "Temporary Home" gearbeitet, die für mich Orte waren, an denen ich mich im ästhetischen Sinne zu Hause fühlte. Es könnte ein Muster in den Fliesen auf dem Boden sein oder die Art, wie die Farbe kahl an der Wand war oder die ornamentale Schattenform eines Fensters, das dieses Gefühl in mir erzeugte."

 

In ihrem Berliner Atelier setzt die Künstlerin das um, was sie auf ihren Reisen antrifft. Es entstehen Räume und Landschaften, deren Facetten und Perspektiven, deren malerische Komplexität und gestalterische Vielfalt erst beim genauen Betrachten erfahrbar wird.

 

Sabine Beyerles Gemälde zeigen - mehr oder weniger aus dem Lot geratene - architektonische Gefüge. Ihre Landschaftsbilder vemitteln stets einen besonderen Blickwinkel und auch sie erzeugen eine Raumerfahrung, die die Grenzen des Bildes zu sprengen scheinen.

ausstellungsansichten in der galerie


SARAH MCRAE MORTON UND GALERIE ANJA KNOESS ERHALTEN art-karlsruhe-preis

Unsere Messeteilnahme an der art Karlsruhe war in diesem Jahr ganz besonders erfolgreich: 

 

Wir freuen uns sehr, dass Sarah McRae Morton 

und GALERIE ANJA KNOESS mit dem art Karlsruhe Preis  ausgezeichnet wurden!

 

Aus der Begründung der Jury:

 

Mit Sarah McRae Morton wird eine Künstlerin gewürdigt, "die in ihren Werken Malerei-Traditionen insbesondere des 19. Jahrhunderts auf ebenso eigenständige wie eigenwillige Weise in die Gegenwart überführt. ... In einer Zeit der grellen Statements und auch visuell lautstarken Proklamationen bedient sich die Künstlerin einer subtilen Bildsprache, deren narrative Elemente mit subtilen politischen Botschaften aufgeladen sind."

 

Der Preis beinhaltet den Ankauf von Arbeiten der Künstlerin durch das Land und die Stadt Karlsruhe für die art-Karlsruhe-Collection in der Städtischen Galerie Karlsruhe.


Neuer katalog von Sarah mcrae morton

Sarah McRae Morton

 

Köln, Anja Knoess, 2018