PEER BOEHM

Peer Boehm (*1968, Köln/DE) beschäftigt sich mit der individuellen und der kollektiven Erinnerung. Ihn interessieren die ganz persönlichen Lebensgeschichten genauso wie historische Ereignisse. Und es ist die „Wiedererzählung“ von Vergangenem, von Erlebtem, von erzählten Geschichten und Geschichte – häufig die deutsche und amerikanische – die er in seinen Zeichnungen und Gemälden zeigt und verbindet. Peer Boehms Arbeiten basieren auf fotografischen Vorlagen ihm unbekannter Personen und Settings. Er abstrahiert diese durch starke Kontrastsetzungen und Reduktion des Motivs auf das notwendige Minimum. So schränkt er seine Arbeiten in ihrer Lesbarkeit und Eindeutigkeit ein. Die Leerstellen im Bild vermitteln eindrucksvoll die möglichen Fehlstellen und Lücken einer Erinnerung. Der Betrachter muss also das Bild vervollständigen, um den Inhalt des Gemäldes zu erkennen. Dies emotional, über die persönliche Erfahrung zu erreichen, ist für Peer Boehm das entscheidende Moment bei der Rezeption seiner Kunst. 

 

Peer Boehm (*1968, Cologne/GER) deals with individual and collective memory. He is as interested in very personal life stories as in historical events. And it is the "retelling" of the past, of what has been experienced, of stories and history told - often German and American - that he shows and combines in his drawings and paintings. Peer Boehm's works are based on photographic originals of people and settings unknown to him. He abstracts them through strong contrasts and reduction of the motif to the necessary minimum. In this way he limits his works in their readability and unambiguity. The empty spaces in the picture impressively convey the possible missing parts and gaps of a memory. The viewer must therefore complete the picture in order to recognize the content of the painting. To achieve this emotionally, through personal experience, is for Peer Boehm the decisive moment in the reception of his art. 

Leinwände

Papierarbeiten