sarah mcrae morton

Wie zufällig kombiniert Sarah McRae Morton (*1984, Lancaster County, Pennsylvania, USA) unterschiedliche Motive, Menschen und Tiere zu traumhaft erscheinende Sequenzen und verwebt sie zu fantastischen und surrealen Bild-Erzählungen.

Es ist häufig die Recherche ihrer persönlichen Geschichte und Ursprünge, ein Nachvollziehen der Wege ihrer Vorfahren und Siedler, die die mittlerweile in den USA und Deutschland lebende Künstlerin malerisch umsetzt. Hierfür verwendet sie Fakten und Erzählungen aus der Zeit der Besiedlung des sogenannten Wilden Westens im 19. und frühen 20. Jahrhundert, daneben fließen aktuelle politische Bezüge in die inhaltlich komplexen Arbeiten ein: die alltägliche Zerstörung von Natur und Lebensräumen von Mensch und Tier in unseren Tagen ist ebenso in den historisch scheinenden Gemälden enthalten, wie Verweise auf die gegenwärtige amerikanische Politik. McRae Mortons Abstraktion und Dekonstruktion des Motivs ist stets dem realitätsnahen Abbild verbunden, welches sie auf poetische Weise ins Gestische auflöst. Dabei verbindet sie ihre am Realismus des 19. Jahrhunderts geschulte Malerei, mit der Leichtigkeit des italienischen Barock und dem Farbgefühl der nordischen Impressionisten. Der schnelle, sichere Strich und stark malerische Gestus, die dezidierte Bildkomposition und Motivwahl zeigen eindrucksvoll ihre charakteristische Eigenständigkeit und zeitgenössische Qualität. Sarah McRae Morton studierte an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts in Philadelphia und lebt in Köln und Pennsylvania.    

  

Sarah McRae Morton paints the history of her human and artistic heritage, based on the history of her ancestors and artistic work. It is a personal history that has been preserved through mind, genes, or artefacts. She conveys these figures by portraits of long forgotten figures, to which she assigns added motifs (animals, flowers, etc.) as attributes. Contingency and surreal connections are recurring questions of the painter, whose characteristic painting is expressed by her energetic, light brush stroke and the earthy color of her flickering pictures. She remembers the viewer to forgotten moments and figures.