JOHANNA K BECKER

Johanna K Beckers (geb. 1980 in Worms) Malerei, Zeichnung und Skulptur erforscht gängige Wahrnehmungen und Auffassungen von Phänomenen der Natur. Sie stellt diese in Frage und rückt sie in ein neues Licht. 

Inspiriert wird sie häufig von den Orten, an denen sie lebt oder verarbeitet kunsthistorische Themen, wie zum Beispiel das der Ideallandschaft oder Vorstellungen vom Paradies. 

„Post-Nature“ – ist dabei zentraler Begriff ihrer konzeptionellen Arbeit. Dieser  beschreibt für sie das Phänomen des Menschen, der in die Natur eingreift, um sie zu verändern, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Johanna K Beckers neue Arbeiten entstanden während ihrer Stipendiatsaufenthalte in Asien, unter anderem in Shanghai, Peking und Südkorea. Dort war sie konfrontiert mit starken Gegensätzen von Tradition und Moderne sowie einem immer wieder neu erfahrenen Stadt- und Naturerlebnis wie auch das Auftreten „artifizieller Natur“. So bestanden Grünflächen häufig aus künstlichen, statt echten Pflanzen und Überwachungskameras waren in sämtlichen Gebäuden mit unechten Blumen geschmückt. Die Beschäftigung mit dieser künstlichen Natur führte sie zu ihrer aktuellen Fotoserie Happy K.

Wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit ist die intensive Recherche im Vorfeld: Hier strebt sie nach umfassender Erfassung des Themas, hinterleuchtet Geschichten, Mythen und Gefühlen und sucht gleichzeitig nach neuen sowie traditionellen Sichtweisen. Das Spektrum ihrer Auseinandersetzung geht dann von der einfachen Organisation von Grünflächen über Gen-Manipulation, Klonen bis hin zur Schaffung neuer Arten.

Gemäß Johanna K Beckers Auffassung, spiegelt unser jeweiliges Naturkonzept das Konzept von uns selbst und wird somit zu einer zentralen Identitätsfrage. 

 

Johanna K Beckers (born 1980 in Worms) Painting, Drawing and Sculpture explores common perceptions and conceptions of phenomena of nature. She questions them and puts them in a new light. 

She is often inspired by the places where she lives or processes art historical themes, such as the ideal landscape or ideas of paradise. 

"Post-Nature" - is the central concept of her conceptual work. For her, this describes the phenomenon of man intervening in nature in order to change it in order to achieve a desired result.

Johanna K Becker's new works were created during her fellowships in Asia, including Shanghai, Beijing and South Korea. There, she was confronted with strong contrasts between tradition and modernity, as well as a constantly new experience of the city and nature, and the emergence of "artificial nature". Green spaces, for example, often consisted of artificial plants; instead of real plants and surveillance cameras, all buildings were decorated with fake flowers. Her preoccupation with this artificial nature led her to her current photo series Happy K.

An important component of her artistic work is her intensive research in advance: here she strives for a comprehensive understanding of the subject, backlighting stories, myths and feelings, while at the same time searching for new and traditional perspectives. The spectrum of her work ranges from the simple organization of green spaces to gene manipulation, cloning, and the creation of new species.

According to Johanna K Becker's view, our respective concepts of nature reflect the concept of ourselves and thus become a central question of identity.