sabine dehnel

Für Sabine Dehnel (1971, Ludwigshafen) sind Malerei und Fotografie gleichwertige Ausdrucksmittel, die je nach Intention von ihr verwendet werden. Ihre Fotografien sind inszeniert und diese Inszenierung folgt einer strikten Regie. Dabei sind die Werke von Sabine Dehnel immer auch eine Hommage an die Malerei. So malt sie auch in der Serie „Mona“ direkt auf den Körper der Modelle. Das Modell dient als Malgrund und ihr Inkarnat wird malerisch hervorgehoben. Die Kostüme fertigt Sabine Dehnel thematisch passend an, die auf den immer gleich posierenden Modellen präsentiert werden. Es handelt sich um Porträts, die einen ungewöhnlichen Ausschnitt und ein ungewöhnliches Motiv darstellen. Der Name der Serie ist ein Verweis auf Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ und bildet eine thematische Anknüpfung an die geheimnisvolle Aura, die Ikonen umgibt. Die zeitgenössischen Diven wie Madonna oder Grace Kelly werden auf Medaillons und Gemmen von kopflosen Trägerinnen am Herzen getragen, weil sie ihnen besonders lieb und teuer sind.

Durch das cross-over von Malerei und Fotografie wird eine Sensibilisierung der Wahrnehmung des Betrachters angestrebt. Die Künstlerin regt zur Auseinandersetzung mit der Bildkonstruktion, der Erinnerung und dem Bildgedächtnis an.