roland schmitz

Roland Schmitz (*1972, Waiblingen) entwickelt seit 2006 verschiedene skulpturale Werkkomplexe. Wesentlich bei der Entstehung seiner Objekte sind Versuch und Kombination. Wichtig hierbei auch das Moment der Überraschung - im Prozess der Formfindung und Gestaltwerdung und bei Wahrnehmung und bei der inhaltlichen Erschließung durch den Betrachter. Charakteristisch für Roland Schmitz‘ Arbeiten sind Biegung und Verdrehung, die zu komplexen und vielansichtigen Plastiken führen.

 

Die „Reclyning Nudes“ nähern sich dem bildhauerischen Genre des Akts auf ironisierende und originäre Weise: aus aufgeblasenen Fahrradschläuchen entstehen gewundene Form-Figuren und werden zu abstrahierten Akten. In Bronze gegossen spielen diese Objekte ihre vermeintliche gegen ihre tatsächliche Materialität aus - die Leichtigkeit der Luft gegen die Schwere des klassischen Bildhauermaterials. Roland Schmitz stellt sie in die kunsthistorisch formulierte Tradition beispielsweise eines Henry Moore oder Amadeo Modigliani und hebelt diesen Kontext augenzwinkernd auch wieder aus.

 

Die „Visions“ sind ursprünglich aus einem zweidimensionalen Material herausgeschnitten, führen im nächsten Schritt zu einer Art Schnittmuster, das gedreht sowie gebogen und schließlich zu raumgreifenden Objekten geformt wird.