marion eichmann

Marion Eichmann (1974*, Essen) beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Alltagsgegenständen, Interieurs und Großstadtansichten, die sie in Zeichnungen, Collagen und Installationen übersetzt.

 

Zunächst entwirft die, 2002 als Diplom-Designerin mit der Abschlussarbeit 16,324,800 Maschen von der Kunsthochschule Berlin Weißensee absolvierte Künstlerin, mit Bleistift eine Zeichnung, die sie mit Fineliner bearbeitet. Diese Zeichnungen setzt sie dann als dreidimensionale Bild-Collagen und räumliche Installationen aus Papier um, die dann teilweise mit Fundstücken, wie Flaschenschraubverschlüssen oder Büroklammern o.ä. erweitert werden.

 

Aus der sichtbaren und komplexen Dingwelt schafft Marion Eichmann mit ihren Zeichnungen eine reduzierte Abstraktion, die sie mit Falt- und Schnitttechniken in eine dreidimensionale, reliefartige Oberflächenstruktur überträgt. Dabei zeichnet sich ihre Arbeit durch Fülle und Detailreichtum aus.

Marion Eichmann macht das zuvor gesehene, die Großstadtansichten, Interieurs und Alltagsgegenstände durch ihre Papierarbeit erinnerungsgetreu, das Heitere und Bunte vermittelnd, erfahrbar. Und selbst ohne Menschen, die in ihren Collagen und Installationen nur selten zu sehen sind, vermitteln ihre Arbeiten den Eindruck der Lebendigkeit, des turbulenten Lebens und städtischen Treibens stark bevölkerter Metropolen wie New York City oder Tokio.

 

„Farbe neben Farbe – unzählige Muster und Formen, die sich bilden, Netze von Linien, Verführungen ins Davor und Dahinter, die sich unmittelbar erschließen während des Hinsehens.“ (Tannert, Christoph: Essay zu Marion Eichmann, In: Marion Eichmann. Look Twice. Projekte 2002 – 2013, hrsg. von Jürgen Krieger, S. 6)