kinki texas

Die Gestalten sind befremdlich, grotesk, bizarr, heldenhaft, verwirrend zuweilen: Pferde, Cowboys, martialischer Kreuzritter, bandagierte und teilweise skelettierte Gestalten bevölkern die Bildwelten von Kinki Texas (1969, Bremen).

 

Die Quellen aus denen er seine anarchischen und Bilderzählungen speist sind Geschichte und Kunstgeschichte, Subkultur, Comic, Hollywood-B-Movies und Punk. Kinki Texas beschäftigt sich schon sehr lange mit historischer Malerei, wie auch mit der klassischen amerikanischen Indianerdarstellung des vergangnen und 19. Jahrhunderts. Deren Motive kommen in seinen inhaltlich wie formal vielschichtigen Gemälden immer wieder vor. Dabei geht es dem Künstler weniger um eine historisch genaue Darstellung, als vielmehr, darum diese historischen Motive und persönlichen Malanlässe aufgebrochen, selbst interpretiert und teilweise bewusst verfälscht darzustellen.

 

Formale Fragestellungen der Komposition, Linienführung; der wohlüberlegte Einsatz von Farbe zeigen einen schnell und instinktiv arbeitenden, dabei feinsinnigen und technisch brillanten Maler und Zeichner, der bestrebt ist die Materialität der Leinwand über die zahlreichen Schichten und Materialien, die er in einer Leinwand kombiniert, aufzuheben.