guo changliang

Guo Changliang (*1981, Shandong) hat sich bereits während seines Meisterschülerjahres an der Akademie in Tjianjin, intensiv sowohl mit Meisterwerken der chinesischen, wie der westlichen Kunstgeschichte, mit historischer und zeitgenössischer Kunst beschäftigt. Dabei legte er den Fokus auf stark expressive Kunstwerke und neue Strömungen der zeitgenössischen Kunst aus Europa und Amerika. Seine Wertschätzung der westeuropäischen Kunstgeschichte, deren Absorption und Kultivierung hat dazu geführt, dass er diese in seinen eigenen Stil integriert. So verbindet er in seinem Werk Tradition und Moderne, sowohl der chinesischen, wie der westeuropäischen Kunst.

 

In sorgfältig komponierten Alltagsszenen zeigt er Großstadtmotive von Reisenden in Zügen und U-Bahnen, das Zusammensein von Freunden und Arbeitskollegen. Menschenmenge und Isolation, das große Thema in der zeitgenössischen Gesellschaft Chinas, findet sich in seinen Motiven ebenso wie das Interieur und Stillleben -häufig als Metapher und für Ruhe und Reduktion.

 

„Guo Changliang vermag es, diese Gefühle und das Erleben von Widersprüchen deutlich aufzuzeigen, ohne dabei die Lust an der Erzählung, an der farblich stimmigen und gekonnt vorgetragenen Malerei zu schmälern.“

 

Dr. Beate Reifenscheid, Museum Ludwig, Koblenz.