daniel sigloch

Daniel Siglochs (*1970) digitale Malerei und digitale Zeichnungen basieren auf Fotografien, welche nach dem Prinzip der Lasurenmalerei aufgebaut sind.

Aus zahlreichen, übereinander geschichteten Fotografien entstanden, zeigen diese, an Gemälde der Romantik, des Barock und niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts erinnernde Wolkenbilder,  Landschaften und Seestücke  einerseits die Quintessenz des Naturgeschehens und deren traditioneller Darstellung in der Kunstgeschichte, andererseits ebenso ihre strukturelle Erscheinung. Himmel und Wolken vermitteln ein bühnenmäßiges Geschehen am Gewitterhimmel. Tiefdruckgebiete mit Namen Ira oder Ruven, werden unter Angabe des Tags und Monats der Aufnahme zu Titeln und bezeugen damit den quasidokumentarischen Verweis auf eine Himmelserscheinung, die es so in ihrer Komplexität nie gegeben hat, im einzelnen Bild jedoch tatsächlich festgehaltene Realität ist.

 

Neben dem Genre der Landschaftsmalerei, das Daniel Sigloch in seinen Autobahnbildern, Landschaften und Waldansichten in einen neuen formalen und inhaltlichen Kontext bringt, vermittlen die Seestücke, in denen die überlagerten Bilder von Meereswellen, die Urgewalt des Meeres. In der Serie der Wolkenbilder widmet er sich einem weiteren klassischen Genre der Malerei und der Umsetzung in seiner spezifischen Technik. Unter Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung entstehen Bilder von malerischer Anmutung, dramatischer Schönheit und Transzendenz.

  

In seinem Zyklus der Wolkenbilder enbenos wie in seinen Landschaften und Meerbildern spielt Sigloch, mit den Analogien zwischen der Wahrnehmung von Wirklichkeit und der Wahrnehmung von Bildern, mit Erinnerung und über Bilder vermittelte Wahrnehmung von Natur.