axel anklam

Axel Anklam (*1971, Wriezen) beginnt 1998 sein Studium und schließt es 2004 als Meisterschüler von Professor Tony Cragg an der Universität der Künste Berlin ab. 2017 erhält er den Preis der Akademie der Künste Berlin in der Sparte Bildende Kunst.

 

Axel Anklam konstruiert Plastiken aus den Materialien Edelstahl, Latex, Fiberglas und Epoxidharz, deren Formen aus dem Kontrast von Linearität und Volumen gebildet werden.

Zumeist aus der Fläche der Grundformen heraus, wölben sich mit Latex und Epoxidharz bespannte Rahmen in den Raum; Einschnitte und Ausstülpungen vermitteln Dynamik und Energie. Anklam berechnet die konkaven, konvexen Schwünge seiner Plastiken und biegt das Edelstahlgerüst in die entsprechende Form, welche dann mit Edelstahl, Epoxidharz, Carbon oder Fiberglas überzogen wird.

Die opake Transparenz der Epoxidharzarbeiten und deren matt glänzenden Oberflächen, vermittelt eine Materialität die höchst ästhetisch ist, an Gesteine wie Alabaster und Marmor erinnert. Die Formen und Oberfläche mancher Arbeiten lassen eine Skulptur aus Bronze vermuten, bestehen jedoch aus Carbon, dem ultraleichten Werkstoff unseres Industriezeitalters.

Die Plastiken vermitteln eine Leichtigkeit und Dynamik, der häufig ihre stattliche Größe und Komplexität entgegen zu stehen scheint. Ebenso beredt wie die verwandten Materialien ist die Formensprache Anklams: Die Plastiken scheinen auf organischen Formen zu beruhen und sind dabei Ergebnis von Berechnung und deren Übertragung in die dreidimensionale Gestalt, sie zeigen Orte, Wegstrecken und Gebirge, mythische Figuren, die sie abbilden und abstrahieren.