RONALD ZUURMOND

Ronald Zuurmonds (*1964)  Motive sind traditionell: Landschaften, Stillleben und (Selbst-) Porträts. Seine Arbeitsweise ist es jedoch keineswegs: "Untermalen" und Übermalen wechseln sich ständig ab. Schicht für Schicht wird die Farbe aus der Tube direkt auf die Leinwand aufgetragen. Durch anschließendes Aufrauen dieser Oberflächen mit Sandpapier oder Abkratzen von Teilen mit einem Spachtel legt Zuurmond - als eine Art Archäologe seiner eigenen Arbeit - darunter liegende Schichten frei, bis ein Gleichgewicht und Struktur erreicht ist. Dieses Bedürfnis nach Ordnung und Struktur kann seinen Ursprung in seinem früheren akademischen Studium der Soziologie haben. So versucht er mit systematischer Forschung zum gleichen Thema Antworten und Lösungen zu finden. Er bevorzugt Themen und Dinge, die etwas unansehnlich oder vermeintlich unbedeutend sind. Aber genau das, was unbemerkt oder nebenbei passiert, hat einen enormen Einfluss auf die Wahrnehmung dessen, was als das Wesentliche angesehen wird.

 

Ronald Zuurmond's (*1964) motifs are traditional: landscapes, still lifes and (self) portraits. However, it is by no means his working method: "Underpainting" and overpainting constantly alternate. Layer by layer, the paint from the tube is applied directly to the canvas. By subsequently roughening these surfaces with sandpaper or scraping off parts with a spatula, Zuurmond - as a kind of archaeologist of his own work - exposes underlying layers until an equilibrium and structure is achieved. This need for order and structure may have its origin in his earlier academic study of sociology. Thus he tries to find answers and solutions with systematic research on the same topic. He prefers subjects and things that are somewhat unsightly or seemingly insignificant. But exactly what happens unnoticed or incidentally has an enormous influence on the perception of what is seen as the essential.